Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, sehr geehrte Anwesenden,

Unser westeuropäischer Igel gilt als potentiell gefährdet. Das liegt unter anderem am Insektensterben und an der Verkleinerung ihrer natürlichen Lebensräume, aber auch daran, wie wir unsere Gärten und Rasenflächen pflegen. Und hier haben wir die Möglichkeit, eine kleine Änderung mit großer Wirkung vorzunehmen, um dafür zu sorgen, dass die Populationen nicht weiter durch etwas, was wir verantworten, schrumpfen.
Igel sind nämlich nicht nur unfassbar süß, sondern sind auch wichtig für den Erhalt des Ökosystems.
Am aktivsten sind Igel nachts und in der Dämmerung, dann gehen sie auf Nahrungssuche und haben das höchste Risiko, von einem Mähroboter erfasst zu werden. Die Sensoren der Roboter können so kleine Tiere nämlich nicht erkennen. Die Folge davon sind Tiere, die entweder tot oder zum Teil so stark verletzt sind, dass sie nicht mehr alleine überleben können.
Wir können dafür sorgen, dass die Tiere in ihrer Hauptaktivitätszeit nicht zusätzlich durch Mähroboter gefährdet werden. Und ja, ich weiß auch, dass vielen Leuten ihr kurz gemähter Rasen sehr wichtig ist, aber er sollte nicht wichtiger sein, als das Leben der Igel.
Ein Verbot von Mährobotern in den Zeiten, in denen die Tiere aktiv sind, schränkt niemanden ein. Tagsüber kann ein Roboter genauso gut den Rasen mähen wie nachts.
Also lasst uns dem Beispiel anderer Städte folgen und unsere heimischen Igel direkt vor unseren Haustüren schützen.
Vielen Dank.