An der Universität Freiburg hat ein Mitarbeiter über Jahre hinweg Frauen in intimen Situationen wie der Toilette gefilmt. Diese Tat schockiert und lässt viele Menschen verunsichert zurück. Als Reaktion darauf haben wir beantragt, dass die Stadt ein Schutzkonzept entwickelt, wie Menschen auf städtischen Toiletten, Umkleiden oder auch in Bädern vor solchen Aufnahmen geschützt werden können. Der Antrag wurde am 28.04.26 im Gemeinderat verhandelt und einstimmig angenommen. Die Verwaltung wird nun bis im Herbst eine Gemeinderatsvorlage erarbeiten.

Antrag nach §34 GemO: Schutzkonzept gegen Bild- und Videoaufnahmen in intimen Situationen

Sehr geehrter Oberbürgermeister Martin Horn,

die unterzeichnenden Fraktionen beantragen, das Thema „Schutzkonzept gegen Bild- und Videoaufnahmen in intimen Situationen“ auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu setzen.

Ziel ist die Erarbeitung eines verbindlichen Schutzkonzeptes mit konkreten Maßnahmen, die Bild- und Videoaufnahmen in Toiletten, Umkleiden, städtischen Bädern und Saunen verhindern oder zumindest erschweren.

Begründung:

Die Angst davor, in intimen Momenten gefilmt zu werden, ist bei vielen Menschen und insbesondere bei FLINTA*-Personen allgegenwärtig. Dies schließt die öffentlichen und städtischen Toiletten, Umkleiden sowie Bäder und Saunen mit ein. Gerade hier ist das Potential für unrechtmäßig installierte Kameras hoch. Denkbare Maßnahmen in einem Schutzkonzept wären beispielsweise die regelmäßige Kontrolle von allen städtischen Toiletten und Umkleiden auf illegal installierte Kameras, die Sensibilisierung von Mitarbeitenden in Bädern und Saunen, deutlichere Kennzeichnung und konsequente Ahndung des Film- und Fotoverbots in den Bädern sowie die Installation und Bekanntgabe von klaren Ansprechpersonen bei Verdachtsfällen. Zu prüfen wäre zudem ein generelles Handyverbot im textilfreien Bereich der Saunaanlagen.

Insbesondere nach der Bekanntmachung des Gerichtsfalls eines ehemaligen Mitarbeiters der Universität, der über Jahre hinweg Menschen in auf Toiletten der Universität sowie in vermieteten Wohnungen, durch versteckte Kameras filmte, steigt die Angst vor ungewollten Videoaufnahmen der eigenen Person. Ein umfangreiches Schutzkonzept soll diese Angst reduzieren und mehr Sicherheit für alle schaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Anna Polášek                                                            Felicia Fehlberg

stellv. Fraktionsvorsitzende FR4U                          Fraktionsvorsitzende FR4U

Sonja Wagner                                                                       Sophie Kessl

stellv. Fraktionsvorsitzende FR4U                          stellv. Fraktionsvorsitzende FR4U

Christine Frank                                                         Karim Saleh

Stadträtin Bündnis90/Die Grünen                          Stadtrat Bündnis90/Die Grünen

Julia Söhne                                                               Stefan Schillinger

Fraktionsvorsitzende SPD+JF                                  stellv. Fraktionsvorsitzender SPD+JF

Julian Schreck

stellv. Fraktionsvorsitzender SPD+JF

Lina Wiemer-Cialowicz                                            Gregor Mohlberg

Fraktionsvorsitzende Eine Stadt für alle               Fraktionsvorsitzender Eine Stadt für alle

Daniela Ullrich                                                         Felix Efosa

stellv. Fraktionsvorsitzende Eine Stadt für alle    Stadtrat Eine Stadt für alle

Emriye Gül                                                                Anne Reyers

Stadträtin Eine Stadt für alle                                  Stadträtin Eine Stadt für alle

Esther Grunemann

Stadträtin Eine Stadt für alle

Arno Heger                                                               Katrin Kern

Fraktionsvorsitzender CDU                                     Stadträtin CDU

Markus Schillberg

Stadtrat Kultur/Inklusion

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