Überdachte, konsumfreie Aufenthaltsflächen sind seit Jahren in den Top-Forderungen bei Jugendbeteiligungsverfahren. Umgesetzt werden sie aber nicht. Warum eigentlich? Das wollen wir nun gemeinsam mit anderen Fraktionen von der Verwaltung wissen. Dabei schlagen wir auch ein Modellprojekt vor.

Anfrage nach §24 GemO: Überdachte Aufenthaltsflächen für Jugendliche

Sehr geehrter Oberbürgermeister Martin Horn,

in vielen Jugendbeteiligungsverfahren wird immer wieder der Wunsch nach überdachten Aufenthaltsflächen für junge Personen geäußert, zuletzt beispielsweise bei der Beteiligung zum Rahmenplan Zähringen sowie zum Sportpark Süd. Auch aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gibt es häufig den Wunsch und teilweise auch Umsetzungsvorschläge, wie beispielsweise von der Mobilen Jugendarbeit aus der Unterwiehre. Erfreulicherweise wurde in Hochdorf auf Drängen des Ortschaftsrates bereits ein überdachter Treffpunkt umgesetzt.

Mehrfach wurde uns aber schon zugetragen, dass es wohl einen Verwaltungsbeschluss gäbe, dass grundsätzlich keine überdachten Aufenthaltsflächen umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang haben wir folgende Fragen:

  1. Ist es korrekt, dass es verwaltungsseitig die Haltung gibt, dass grundsätzlich keine überdachten Aufenthaltsflächen umgesetzt werden?
  2. Falls ja, wer hat diesen Beschluss gefällt? Seit wann wird so verfahren?
  3. Mit welcher Begründung werden keine überdachten Aufenthaltsflächen für Jugendliche umgesetzt? Auf welche fachliche und pädagogische Begründung stützt sich dieser Beschluss?
  4. Welche Erfahrungen gibt es mit überdachten Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche in Freiburg?
  5. Sieht die Stadt sinnvolle Alternativen zu überdachten Aufenthaltsplätzen, die sowohl Schatten als auch Witterungsschutz bieten?
  6. Was hat der Bau des überdachten Treffpunktes in Hochdorf gekostet?
  7. Wäre ein Modellprojekt denkbar, bei dem Jugendliche gemeinsam mit der Jugendarbeit einen robusten und einsichtigen Jugendunterstand planen und gemeinsam mit Handwerker*innen (z.B. Auszubildende der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule) umsetzen?

Wir bedanken uns für die Beantwortung der Fragen

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Wagner                                                                       Sophie Kessl

stellv. Fraktionsvorsitzende FR4U                          stellv. Fraktionsvorsitzende FR4U

Passar Bamerni                                                         Katharina Mohrmann

Stadtrat Grüne                                                          Stadträtin Grüne

Emriye Gül                                                                Felix Efosa

Stadträtin Eine Stadt für alle                                  Stadtrat Eine Stadt für alle

Julia Söhne                                                               Julian Schreck

Fraktionsvorsitzende SPD+JF                                  stellv. Fraktionsvorsitzender SPD+JF

Ramon Kathrein

Stadtrat Kultur/Inklusion

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