Noch vor wenigen Jahren waren Clubs und Musikspielstätten in der Stadtpolitik nur ein Störfaktor, von dem Lärm und Dreck ausgeht. Noch heute werden Diskotheken und Clubs baurechtlich mit Bordellen und Spielcasinos als Vergnügungsstätten auf eine Stufe gestellt und damit in vielen Teilen der Stadt verhindert.
Doch durch unsere jahrelange politische Arbeit hat sich das Image deutlich geändert. Wie eine kürzlich vom Land veröffentlichte Studie darstellt, ist eine attraktive Nachtkultur zu einem wichtigen Standortfaktor für die Anwerbung von jungen Fachkräften geworden. Insbesondere die Stadträt*innen von Urbanes Freiburg haben gemeinsam mit Akteur*innen aus der Nacht- und Subkultur dafür gesorgt, dass auch die Clubkultur als förder- und unterstützungswürdig anerkannt wird und über Clubs nun als erhaltenswerte Institutionen statt Störfaktor gesprochen wird.
Seit 2022 gibt es die Stelle der Nachtkulturbeauftragten, welche die Szene unterstützt, Schulungen zur Fördermittelakquise anbietet und in der Verwaltung die Anliegen der Nachtkultur voranbringt. Außerdem ist seit 2021 ein spezielles Förderprogramm für Nachtkultur, Streetart und digitale Kunst über 50.000€/Jahr verankert. Ebenfalls wurde auf Drängen von Urbanes Freiburg eine Potenzialanalyse für Clubs und Musikspielstätten in Auftrag gegeben, deren Ergebnis nun vorliegt.
Wir haben nun beantragt, dass diese Studie auch im Gemeinderat debattiert wird. Ziel muss sein, baurechtliche Hürden für Clubs zu senken, bestehende Orte zu erhalten und z.B. in Dietenbach neue Clubs zu ermöglichen. Es gibt also noch viel zu tun.