Kultur nicht vergessen
Am Dienstag wird im Gemeinderat darüber diskutiert, ob Freiburg ein Kulturraumkonzept bekommen soll. Die Initiative geht auf einen Antrag zurück, den auch wir unterstützt haben. Die Idee: Bei allen Bauprojekten soll geprüft werden, welche Flächenbedarfe die Kultur hat. Es geht darum, wo Kulturinstitutionen, Proberäume und Ateliers entstehen können. Während Kitas, Spielplätze oder Sportflächen selbstverständlich bei Neubauprojekten mitgedacht werden, fällt Kultur oft unter den Tisch. Dabei gibt es seit Jahren einen Mangel an Proberäumen und Kulturflächen, der sich durch Neubauten weiter verschärft hat. Für Clubs und Musikspielstätten gibt es zwar die von uns initiierte Potenzialanalyse, doch beachtet wird sie nicht zwingend. Das zeigt sich beim Ganterareal: Beim Ideenwettbewerb für die Bebauung werden Kultur und Subkultur mit keinem Wort erwähnt, obwohl die Clubstudie hier großes Potenzial sieht. Hier muss dringend nachgesteuert werden! Denn wenn Kultur von Anfang an mitgedacht wird, können Nutzungskonflikte vermieden werden.
Schutzkonzept kommt!
Das von uns beantragte Schutzkonzept gegen intime Bildaufnahmen wird derzeit von der Frauenbeauftragten erarbeitet. Klar ist: Der sexuelle Übergriff des Freiburger Unimitarbeiters mit Kameras auf Toiletten ist kein Einzelfall, bundesweit gibt es ähnliche Fälle. Besonders alarmierend sind sogenannte Smartglasses, also Kamerabrillen. Das Freiburger Schutzkonzept kann eine Blaupause für viele andere Städte sein. Wir hoffen auf viele Nachahmer*innen!