Aus Gründen des Natur- und Artenschutzes sprechen wir uns gegen die Bebauung der Zähringer Höhe aus.

Klar ist: Freiburg braucht dringend mehr bezahlbare Wohnungen und damit auch neue Baugebiete. Wir lehnen daher Neubebauung nicht grundsätzlich ab. Jedoch müssen wir bei jedem Baugebiet entscheiden, ob die soziale Frage nach bezahlbarem Wohnraum höher wiegt als der Klima- und Artenschutz. Beim geplanten Baugebiet ‚Zähringer Höhe‘ handelt es sich um eine artenreiche Streuobstwiese, von denen es in dieser Dimension nicht mehr viele in Freiburg gibt. Hier leben nicht nur stark gefährdete Vogelarten wie zum Beispiel der Neuntöter sondern auch Totholzkäfer wie der Rothalsige Herzschild-Schnellkäfer und Körnerbock, die laut Nabu und BUND  im Südwesten nur noch in diesem Gebiet heimisch sind. Der Eingriff in diesen Naturraum würde also enormen Schaden für die Artenvielfalt anrichten.

Auf der anderen Seite ist es so, dass auf diesem Gebiet nur wenig bezahlbarer Wohnraum entstehen würde. Von den gut 300 Wohneinheiten müssen nur 20% sozial geförderte Wohnungen entstehen. Damit liegt das Gebiet deutlich unter der 50%-Sozialwohnungsquote, die sich der Gemeinderat eigentlich auferlegt hat. Zudem sollen teilweise sogar Einfamilienhäuser entstehen, bei denen der Flächenverbrauch pro Einwohner*in hoch ist.

Wir wollen daher, dass sich Freiburg erstmal auf die schon beschlossenen Neubaugebiete Dietenbach, Im Zinklern und Kleineschholz konzentriert. Der Schaden für die Artenvielfalt ist bei der Zähringer Höhe einfach zu groß gegenüber dem geringen sozialen Nutzen für unsere Stadt.

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