Hinterherpfeifen, anzügliche Gesten oder Sprüche wie „He, geiler A*sch“: Fast jede Frau hat das sogenannte „Catcalling“ im öffentlichen Raum schon mal erlebt.

Als Catcalling werden verbale und nonverbale, sexuell aufgeladene Ansprachen wie beispielsweise Bemerkungen zum Aussehen, anzügliche Gesten oder Laute wie Pfeifen verstanden. Diese Handlungen werden meistens von Männern ausgeübt und sind gegen Frauen gerichtet. Diese Rufe, Gesten oder auch Blicke sind keine Komplimente, sondern Herabwertungen und Einschüchterungen und führen zu einem Gefühl von Unsicherheit. Besonders junge Frauen schränken aus Angst vor solchen Situationen oft ihr Verhalten und ihre Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum ein.

Wir wollen dieses dominante und belästigende Verhalten nicht mehr hinnehmen und fordern daher, das Catcalling zu einer Ordnungswidrigkeit erklärt wird. Schon jetzt ist in der Polizeiverordnung „grob ungehörige Belästigung“ eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld bestraft werden. Wir wollen, dass auch Catcalling als eine solche Belästigung sanktioniert wird.

In Köln hat der Stadtrat kürzlich die Verwaltung aufgefordert, Catcalling als Ordnungswidrigkeit zu ahnden. Viele andere Städte machen in Öffentlichkeitskampagnen auf das Problem aufmerksam und wollen durch Aufklärung das übergriffige Verhalten eindämmen. Eine solche Kampagne wollen wir auch in Freiburg, zum Beispiel über die Bildschirme in den Straßenbahnen, Plakate und Social Media. Denn jede*r soll wissen: Catcalling ist kein Kompliment, sondern eine Belästigung!

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