Sehr geehrte Anwesende, hallo Fans,
das Eis ist gebrochen: Nach langem hin und her haben wir jetzt eine Lösung für die kalte Dame Eishalle.
Nicht gerade günstig – und sicher ist auch nicht alles glatt gelaufen, aufgekündigte Verträge, die dann wieder zurück genommen werden, marode Stützpfeiler und Gerangel um Eiszeiten.
Aber vermutlich ist das, was da jetzt in der Vorlage steht, die günstigste Variante, die wir je bekommen werden, allerdings kann man bei klammen Stadtkassen schon die Frage stellen, warum man dafür jetzt 30 Millionen plus X locker machen kann – steigende Baukosten muss man da schon noch mit einrechnen.
Um das in Relation zu setzen: mit dem Betrag könnte man beispielsweise auch drei Außenbecken im Westbad bauen oder 150 Kulturstraßenbahnen aufstellen. Stellt euch das mal vor!
Wenn Jens Spahn übrigens endlich mal die Schulden, die er fabriziert hat, an uns Steuerzahlende zurück zahlen würde, könnte man einfacher für so ein Projekt stimmen. Vermutlich könnten wir einige Eishallen bauen. Warum ist der Mann eigentlich immer noch nicht zurück getreten? Entschuldigt, ich schweife ab.
Wir hoffen, dass der Finanzplan nicht noch ins Schlittern gerät, die Kuh ist noch lange nicht vom Eis! Und Prinzip Hoffnung ist auch, dass die Finanzierungsbeteiligung des EHC nicht auf dünnem Eis steht. Nicht dass uns Kostensteigerungen eiskalt erwischen. In diesem Sinne gut, dass die zweite Eisfläche nun zumindestens auf Eis gelegt wurde.
Natürlich braucht es eine Lösung, denn jede Altbauwohnung in Freiburg ist besser isoliert als diese Eishalle. Aber ob man in Zeiten einer Klimakatastrophe einen Kühlschrank in die wärmste Stadt Deutschlands stellen sollte, ist auch eine berechtigte Frage. Wobei es zumindest bei den nächsten Rekordtemperaturen auch für die Uniklinik eine Hilfe wäre, all die kollabierenden Senior*innen in einem – dann gut isolierten Gebäude versorgen zu können.
Und sind wir mal ehrlich: Der einzige Weg, so ein Gebäude wirklich klimaneutral mit Kälte zu versorgen ist, es direkt an das Herz von Friedrich Merz anzuschließen.
Aufgrund der Klimakrise wird das Eis wird nicht nur sprichwörtlich dünn. Aber vielleicht gibt es auch was positives: Wenn endlich der Golfstrom versiegt, gibt es mehr Eiszeiten – auch für den Breitensport!
Wir wissen, es ist ein heißes Thema, das viele Leute umtreibt, uns auch – deshalb wird unsere Fraktion unterschiedlich abstimmen.
In diesem Sinne, gut Rutsch!